Mittwoch, 23. März 2011

am falschen ort

hiho,

heute durfte ich wieder einmal an einer klassenkonferenz teilnehmen. es war tatsaechlich mal eine beeindruckende kulisse, d.h. es waren alle in der klasse unterrichtenden lehrer auch anwesend. schwierig fand ich anfangs, dass von allen seiten auf die eltern und das kind "eingebasht" wurde - obwohl ich nicht abstreiten kann, dass das kind wirklich schwierig, wenn nicht sogar auffaellig ist - was mir aus paedagogischer sicht aber nicht als sinnvoll erschienen ist, und immer noch nicht erscheint. ich finde es einfach schlechten stil, im beisein des kindes von seinen lernschwierigkeiten zu sprechen und ihm die moeglichkeit abzusprechen an der hauptschule seinen abschluss machen zu koennen.
das kann man mit den eltern besprechen, aber ein kind muss doch in dieser situation voellig abschalten, schon aus einem gesunden selbsterhaltungstrieb heraus.

naja, ich bin schon auf duennstem eis, hier ueberhaupt darueber zu schreiben, aber die situation habe ich als nicht tragbar empfunden. es musste gesagt werden.


so short,

-ricx-

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Das nennt sich dann auch Tribunal. Gut möglich, dass das Kind der letzte Penner ist, aber diese Art von Schauprozessen sind auch affig.

Malte hat gesagt…

Also ich finde diese Tribunale super. Da kommen tolle Sachen bei raus:

http://www.thueringen.de/imperia/md/content/text/justiz/bericht_der_kommission_gutenberg_gymnasium.pdf

Da wird auch schön beschrieben, wie die Rektorin dem Delinquenten "ins Gewissen" geredet hat.